Vortragsreihe 2016

Vortragsreihe der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv

 

 

 

Die Johannes-Sassenbach-Gesellschaft, der Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung und die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv gestalten eine gemeinsame Vortragsreihe mit vier Vorträgen jährlich. Alle Vorträge finden im Casino-Gebäude, 1. OG, Finckensteinallee 63, 12205 Berlin, jeweils um 18 Uhr statt.
Seitens der JSG wird Dr. Uwe Fuhrmann am 8. Dezember 2016 aus dem Forschungsgebiet seiner Dissertation vortragen: "Die Gewerkschaften und die Entstehung der 'Sozialen Marktwirtschaft'".

 

Veranstaltungen 2016

 

17. März: Oxana Kosenko:

"Sowjetische Archivpolitik in der SBZ 1945 bis 1949"

 

16. Juni: Prof. Dr. Siegfried Kuntsche:

"Wissenschaftspolitik der SED am Beispiel der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR – Quellenwert der Überlieferungen im Bundesarchiv"

 

15. September: Dr. Alexander Amberger:

"Die Öko-Utopien von Bahro, Harich und Havemann"

 

8. Dezember: Dr. Uwe Fuhrmann:

 

"Die Gewerkschaften und die Entstehung der 'Sozialen Marktwirtschaft'"

 

Wilhelm Leuschner zum 125. Geburtstag

Unter diesem Titel hielt der Wiesbadener Politikwissenschaftler und Archivar Axel Ulrich am 19. Mai 2015 einen Vortrag in Darmstadt.  Am 15. Juni 2015 jährt sich Leuschners Geburtstag zum 125. Mal. In den Jahren der Weimarer Republik machte sich Leuschner einen Namen als sozialdemokratischer Politiker, hessischer Innenminister und zuletzt noch als Bundesvorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB). Für seine Widerstandsarbeit gegen die Nazis bezahlte er mit dem Leben. Am  29. September 1944 wurde er in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Axel Ulrich zeigt unter anderem wie stark der demokratische Neubeginn ab 1945 in diesem antinazistischen Widerstand wurzelte.  

Literaturempfehlung:

Axel Ulrich: Wilhelm Leuschner – Ein deutscher Widerstandskämpfer. Für Freiheit und Recht, Einheit der Demokraten und eine soziale Republik. Mit einem Vorwort von Helga Grebing. Wiesbaden: Thrun-Verlag 2012. – Das Buch kann gegen eine Bereitstellungspauschale von 2,00 € plus Kosten für Verpackung und Porto bezogen werden bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Publikationsausgabe, Postfach 3220, 65022 Wiesbaden.

 

Der Text des Vortrages ist als PDF verfügbar.

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Tagung

Einheit und Transformation - Gewerkschaften im deutschen Einheitsprozess

12.-13. November 2015 in Berlin

Im Oktober 2015 wird das vereinte Deutschland 25 Jahre alt. 25 Jahre deutsche Einheit bedeuten auch 25 Jahre deutsche Gewerkschaftseinheit. Welche Rolle spielten die Gewerkschaften im Prozess der Einheit, welche Gestaltungsmöglichkeiten besaßen sie in der Transformation des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systems in den neuen Bundesländern?

Die von der Hans-Böckler-Stiftung veranstaltete Tagung will eine Bestandsaufnahme vornehmen, Ergebnisse und Perspektiven der Forschung aufzeigen. Vor welchen Herausforderungen standen die Gewerkschaften, welche Problemlagen zeigten sich im Neuordnungsprozess?

Die Tagung bietet die Gelegenheit, diese Fragen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu diskutieren. Präsentiert wird dabei das in der JSG-Schriftenreihe erschienene Buch von Detlev Brunner und Christian Hall ("Revolution, Umbruch, Neuaufbau"). In einem zweiten Tagungsteil werden Forschungsergebnisse zu den Bereichen Treuhandpolitik und Mitbestimmung sowie Tarifpolitik in den "neuen Bundesländern" vorgestellt.

Programm und Vorträge der Tagung sind abrufbar unter

http://boeckler.de/veranstaltung_60549.htm

 

 

Vortragsreihe 2015

Der Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung, die Johannes-Sassenbach-Gesellschaft und die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv gestalten eine gemeinsame Vortragsreihe mit vier Vorträgen jährlich. 

Die nächsten Vorträge finden am 17. September und am 10. Dezember statt:

17. September: Dr. Helmut Müller-Enbergs, Christian Booß

"Nomenklaturkader und andere Partner des MfS. Personen im Grenzbereich von Staatspartei und Staatssicherheit"


10. Dezember: Dr. Sebastian Voigt

"Krisenreaktionen. Die Politik des DGB, der HBV und der IG CPK und die Herausforderungen der 1970er Jahre"


Veranstaltungsort: Casino-Gebäude, 1. OG, Finckensteinallee 63, 12205 Berlin

Veranstaltungsbeginn: 18.00 Uhr

Tagung: Individuelle Erinnerung und gewerkschaftliche Identität

Das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltet in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung am 3./4. April 2014 in Bonn die Tagung "Individuelle Erinnerung und gewerkschaftliche Identität". Auf der Veranstaltung werden die Ergebnisse eines von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Zeitzeugenprojekts mit ehemals führenden Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern vorgestellt. Am 3. April 2014 werden Detlev Brunner und Christian Hall über das ebenfalls abgeschlossene Projekt "Demokratischer Umbruch und Neuaufbau der Gewerkschaften - Erinnerungen gewerkschaftlicher Zeitzeugen der DDR" berichten.

Zum Programm:

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Vortragsreihe 2014

Der Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung, die Johannes-Sassenbach-Gesellschaft und die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv gestalten eine gemeinsame Vortragsreihe mit vier Vorträgen jährlich.

 

20.3.2014: Prof. Dr. Manfred Wilke

"Die Politik der Abgrenzung - Die SED und Gorbatschows Geschichtspolitik"

 

19.6.2014: Dr. Oliver Reschke

"Das Eindringen der SA/NSDAP in die roten Kieze Berlins"

 

18.9.2014: Dr. Matthias Judt

"Der Bereich Kommerzielle Koordinierung. Das DDR-Wirtschaftsimperium des Schalck-Golodkowski - Mythos und Realität"

 

11.12.2014: PD Dr. Detlev Brunner

"Mythos Einheit. Anmerkungen zur Erinnerungspolitik des FDGB"

 

Veranstaltungsort: Casino-Gebäude, 1. OG, Finckensteinallee 63, 12205 Berlin

Veranstaltungsbeginn: 18.00 Uhr

2. Mai 1933

Am 2. Mai 1933 besetzten die Nazis die Gewerkschaftshäuser in Deutschland und verhafteten hunderte von Gewerkschaftsfunktionären. Es gab auch Todesopfer an diesem Tag. Der Naziaktion fielen die umfangreichen Gewerkschaftsbibliotheken in die Hände - sie wurden geraubt, vernichtet, verbrannt.

Mehr dazu im Beitrag von Detlev Brunner: 2. Mai 1933: Der Sturm auf die Gewerkschaftshäuser und das Schicksal der Gewerkschaftsbibliotheken.

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Umfassende Informationen zu Vorgängen, Orten und Personen in Berlin finden sich auf der Seite "Zerschlagung der Gewerkschaften 1933":

http://www.zerschlagung-gewerkschaften1933.de/

Veranstaltungshinweis:

Wissenschaftliche Konferenz
80 Jahre Zerschlagung der deutschen Gewerkschaften - Erfahrungen, Lehren, Erinnerungen
Ort: Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Bochum

13.-15.03.2013

Veranstalter: Institut für Soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum, Hans-Böckler-Stiftung, IG Bergbau, Chemie, Energie

 

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aus dem Programm:

 

14. März 2013

11:30 Sektion 3

Die NS-Vergangenheit und der gewerkschaftliche Wiederaufbau in der DDR

Prof. Dr. Christoph Kleßmann (Potsdam): Verordnete Einheit. Zur Frühgeschichte des FDGB in der SBZ/DDR  
PD Dr. Detlev Brunner (Leipzig): Mythos „Einheit“ — 1933 und die Erinnerungspolitik des FDGB  
Dr. Stefan Heinz (Berlin): Welche Bedeutung hatte die Exilerfahrung während des Nationalsozialismus auf gewerkschaftliche Überlegungen nach 1945? Der IG Metall-Funktionär Kuno Brandel und der FDGB- Funktionär Fritz Rettmann

Vortragsreihe 2013

Der Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung, die Johannes-Sassenbach-Gesellschaft und die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv gestalten eine gemeinsame Vortragsreihe mit vier Vorträgen jährlich.

 

21. März 2013, Dr. Elke-Ursel Hammer:

"Kaffee, Butter, Stahl & Co. Zum Freikauf politischer Häftlinge aus der DDR im Auftrag der Bundesregierung"

 

20. Juni 2013, Dr. Stefan Heinz:

"Metallarbeiter im Widerstand gegen den Nationalsozialismus"

 

19. September 2013, Dr. Andreas Stirn:

"Die Berliner Mauer. Forschung und Gedenken"

 

12. Dezember 2013, PD Dr. Detlev Brunner/Christian Hall, M.A.:

"Demokratischer Umbruch und Neuaufbau der Gewerkschaften - Erinnerungen
gewerkschaftlicher Zeitzeugen der DDR"

 

Veranstaltungsort: Casino-Gebäude, 1. OG, Finckensteinallee 63, 12205 Berlin

Veranstaltungsbeginn: 18.00 Uhr

Nachlassmaterialien von Theodor Leipart übergeben

Von der persönlichen Hinterlassenschaft des letzten Vorsitzenden des ADGB ist wenig erhalten. Einen großen Teil seiner Manuskripte hat Leipart nach eigener Aussage bereits 1939 vernichtet, einiges geriet in Privathand, anderes wurde zum Teil nach seinem Tode 1947 von den Gewerkschaftsarchiven in Ost und West gesichert.

 

Am 21. Juni 2012 konnten der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv zur Ergänzung ihres Teilnachlasses durch Vermittlung der Johannes-Sassenbach-Gesellschaft drei Redemanuskripte Leiparts übergeben werden, die Prof. Dr. Horst Bednareck während seiner Tätigkeit beim FDGB Groß-Berlin nach 1945 für wissenschaftliche Zwecke noch von Leipart selbst erhalten hatte. Nachdem er die Dokumente seitdem als wertvolle Erinnerungsstücke verwahrt und auch genutzt hatte, entschloss er sich nunmehr, sich von ihnen zu trennen.

 

Es handelt sich um

- das maschinenschriftliche Manuskript „Stellung der Gewerkschaften in Staat und Wirtschaft“ vom Februar 1933 mit handschriftlichen Korrekturen Leiparts und dem Vermerk „Mein letzter Vortrag“;

- das undatierte handschriftliche Manuskript „Über Gewerbegerichte und Einigungsamt“, nach 1906;

- die Grußansprache an die britischen Holzarbeiter anlässlich des Besuches als Vertreter der deutschen Holzarbeiter in London, etwa 1912.

Erste Seite von Leiparts Ansprache in London.

Veranstaltungen 2012

Der Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung, die Johannes-Sassenbach-Gesellschaft und die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv gestalten eine gemeinsame Vortragsreihe mit vier Vorträgen jährlich.

 

15. März 2012, Dr. Jochen Staadt / Dagmar Buchbinder:

"Die Staatliche Kommission für Kunstangelegenheiten"

 

21. Juni 2012, Dr. Ulla Plener:

"Die Treuhandanstalt, der Widerstand in den Betrieben und die Stellung der Gewerkschaften 1990 bis 1994"

 

20. September 2012, Dr. Hans Hermann Hertle:

"Die Berliner Mauer. Forschung und Gedenken"

 

13. Dezember 2012, Ralf Hoffrogge:

"Von der Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung zur Global Labour History. Herausforderungen für eine Geschichte der Arbeit im 21. Jahrhundert"

 

Veranstaltungsort: Casino-Gebäude, 1. OG, Finckensteinallee 63, 12205 Berlin

Veranstaltungsbeginn: 18.00 Uhr

 

Soweit vorhanden, werden die Manuskripte zu den Referaten hier eingestellt. Das Copyright verbleibt bei den Referenten.

 

Ehrung Theodor Leipart

Ehrung Theodor Leiparts anläßlich seines 60. Todestages am 23. März 2007 auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde (Gedenkstätte der Sozialisten), zusammen mit dem DGB-Bundesvorstand, dem Bezirksamt Berlin-Lichtenberg, dem Förderkreis Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde e.V. und dem Verein zur Bewahrung des Hannes-Meyer-Baus gewerkschaftliche Bundesschule in Bernau - baudenkmal bundeschule bernau e.V.

Ehrung des ADGB-Vorsitzenden Theodor Leipart anlässlich seines 140. Geburtstages am 17. Mai in seiner Geburtsstadt Neubrandenburg.

DGB-Regionsvorsitzende Gisela Ohlemacher und Bildender Künstler Uwe Maroske enthüllen die von ihm geschaffene Gedenktafel.

Leipart-Gedenktafel im Foyer des Gewerkschaftshauses in Neubrandenburg - sein Geburtshaus war in den letzten Kriegstagen restlos zerstört worden.

 

Theodor Leipart (1867-1947)


Neubrandenburg ehrt den Vorkämpfer für die die Würde und Gleichstellung der arbeitenden Menschen in Deutschland

 

Geboren am 17. Mai 1867 in Neubrandenburg als 7. von 12 Kindern.

Gestorben am 23. März 1947 in Berlin. Gedenkstätte der Sozialisten.

 

1885 Drechslerlehre in Hamburg

 

1886 Mitglied der Gewerkschaft und der SPD

 

1891 Vorsitzender des Dt.Drechslerverbandes

 

1894 Vorsitzender des SPD-Bezirks Stuttgart

 

1908 Vorsitzender des Dt. Holzarbeiterverbandes

 

1919 Arbeitsminister in Württemberg

 

1921 Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftbundes (ADGB), Vizevorsitzender des Internationalen Gewerkschaftbundes (IGB)

 

Historisches Verdienst um die Einführung:

  • Arbeits und Tarifvertragsrecht
  • System der Arbeitslosenversicherung
  • Arbeitsschutz und Arbeitszeitregelung
  • Komplex der Betriebsverfassung

1933 Verhaftung am 2.Mai und Verfolgung durch das Naziregime

 

1946 Eintreten für Einheitsgewerkschaften und Vereinigung von SPD und KPD